Das Klosterfest - auch ein Fest der Sinne Die zahlreichen Gäste aus nah und fern fühlten sich im Klosterhof für zwei Tage in eine andere Zeit zurückversetzt. Zum Festauftakt zog am Samstag um 14.30 Uhr der Umzug mit ca. 800 Beteiligten vom Seehausweg über die Frankfurter Straße in den Klosterhof ein. Anlässlich des 125-jährigen Stadtjubiläums war der Festumzug mit 31 Gruppen größer als in den Vorjahren und auch Schulklassen sowie die Kindergärten waren voller Freude mit dabei und bereicherten so den langen Tross. Nach der Begrüßung durch "Magistrat" Andreas Felchle und "Edelmann" Wolfgang Haalboom wurde gemeinsam die Württemberger Hymne "Preised mit viel schönen Reden" gesungen, dann folgte der feucht-fröhliche Fassanstich. Das Markttreiben kam nun voll in Gang, was am Samstag aufgrund der vielen historisch gewandeten Besucher ein sehr schönes Bild abgab. Da traf man auf u.a. Töpfer und Laternenmacher, Bürstenbinder und einen Schmied. Wer ein historisches Gewand oder Accessoires suchte, hatte reichliche Auswahl. Beim Seiler konnte man gleich selber Hand anlegen und auch der Buchbinder gab sein Handwerkszeug aus der Hand. Der Seifensieder bot an seinen schön dekorierten Stand eine Vielzahl an herrlich duftenden Seifenvariationen an und der Laternenmacher sorgte dafür, dass jedem heimgeleuchtet werden konnte. An sämtlichen Marktständen und bei den Handwerkern standen Frauen, Männer und Kinder in historischer Kleidung was im altehrwürdigen Klosterhof zusätzlich eine schöne mittelalterliche Atmosphäre schuf. Die Kinder lernten alte Spiele kennen, was ihnen sichtlich Spaß bereitete, denn sie machten mit viel Freude mit und auch der Ritt auf den zwei Eseln war bei vielen kleinen Gästen sehr beliebt. Großes Interesse fanden außerdem die Vorführungen der Federfechter und die Musik der Spielleute Triskilian. So hörte und sah man - mancher vielleicht zum ersten Mal - Instrumente wie Sackpfeife, Drehleier oder Nyckelharpa, die den dargebotenen Musikstücken ihren typischen Klang verlieh. Altbekannte Gaukler wie Forzarello oder der Duselgrabscher zeigen u.a. ihr Geschick mit Keulen, Bällen, dem Diabolo und vielem mehr. Mit lockeren Sprüchen zogen sie auch immer wieder das Publikum mit ein. Anmutiger waren da die höfischen Tänze der Patrizier aus Bretten in ihren prächtigen Gewändern. Der weit gereiste Magier Shri Magada aus Indien zog vor allem die Kinder in seinen Bann, und mit großen Augen verfolgten sie aufmerksam seine Zauberkunst. Ja, vieles gab es zu sehen, zu hören und zu erleben, "alte" Bekannte trafen sich wieder beim traditionellen Klosterfest, das bei vielen schon einen festen Termin im Kalender hat. Das alles machte natürlich auch großen Durst und Appetit, doch auch diese Bedürfnisse konnte befriedigt werden. An vielen liebevoll und ideenreich gestalteten Ständen der Vereine und Gruppen blieb kein Wunsch offen, unter den nicht alltäglichen Angeboten hatten die Gäste die Qual der Wahl. Das Quartier des Liederkranz wurde vor der alten Mühle und im Mühlenkeller aufgeschlagen, hier gab es leckere Waffeln und Kässpätzle. Es war sehr schön, dass sich wieder viele treue Stammkunden bei uns eingefunden hatten. Gegen den Durst wurde Gerstensaft vom Fass, Wein, Sekt und allerlei alkoholfreie Getränke angeboten. Im Mühlenkeller war ein reichhaltiges Kuchenbuffet aufgebaut, das ebenfalls großen Anklang fand. Am Sonntagmittag kamen die Helferinnen und Helfer in der Hütte nicht nur wegen der sommerlichen Temperaturen ins Schwitzen, die Waffeleisen und Pfannen, die im Dauereinsatz waren, trugen ihren erheblichen Teil dazu bei. Doch die zahlreichen Gäste konnten auf der schattigen Wiese vor der Mühle oder im kühlen Keller bei herrlichem Festwetter gemütlich machen und sich die Speisen und Getränke schmecken lassen.
Zu den Bildern Collage vom Umzug 2001
    Collage vom Festumzug
Klosterstadt Maulbronn, Enzkreis
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aktualisiert: 29.03.2018