"Best of CATS" - Aufführung vom 08.03.2003 in der Stadthalle Maulbronn
Wegen der großen Nachfrage und auf vielfachen Wunsch hatte sich "InTakt" entschlossen, ein Wiederholungskonzert von "Best of Cats" zu geben. Die langen und intensiven Vorbereitungen für das erste Konzert kamen uns so noch einmal zugute. Herr Bürgermeister Felchle, der ebenfalls den Wunsch zur Wiederholung geäußert hatte, sagte spontan seine Mitwirkung zu. Auch der Musikverein Maulbronn war ohne Zögern bereit, ihr Musical-Programm noch einmal vorzutragen.  Bereits am Donnerstag wurde von fleißigen Männern des gemischten Chores die Stadthalle bestuhlt, Stehtische und Tische für den Ausschank sowie Podeste aufgestellt.  Am Freitag Nachmittag verwandelten dann die Sängerinnen und Sänger von "InTakt" die Bühne in eine "Müllhalde bei Nacht", damit die "Katzen" in passendem Ambiente ihren "Jellicle-Ball" feiern konnten. Um 18.00 Uhr war Hauptprobe; da sich hier doch so mancher Fehler eingeschlichen hatte, konnte also bei der Aufführung nur alles gut gehen (!).  In der Postscheuer verwandelten sich am Samstag Nachmittag die Sängerinnen und Sänger nach und nach in "Katzen". Schon fast professionell verlieh unser Schminkteam Jeanette Zweig, Susanne Rombach-Reber, Birgit Hug und Silke Beck jedem ein individuelles Aussehen. Die Haare wurden von Dieter Zweig, Stefanie Scheifele "katzenhaft" in Form gebracht.  Da "InTakt" dieses Mal den Musikverein sehen wollte, entschlossen wir uns, uns vor dem Auftritt nicht zu verstecken, sondern geschminkt deren Beitrag zu genießen. Die Aufführung: Gretl Stange war im Urlaub, daher war es ihr nicht vergönnt, diesen Abend mitzuerleben. An ihrer Stelle begrüßte Wolfgang Öhler die Gäste und übergab dann an Herrn Bürgermeister Felchle. Souverän und voll Begeisterung führte er durch den gesamten Abend.  Der Musikverein spielte mit seinem großen Blasorchester unter der Leitung ihres Gastdirigenten Rainer Falk gewohnt professionell die anspruchsvollen Melodien aus den Webber-Musicals "Cats", "Starlight Express" und "Phantom der Oper" außerdem aus dem Musical "Charles Chaplin". Herr Felchle wusste vor jedem gespielten Stück Wissenswertes und Interessantes über die Welt des Musicals und Andrew Lloyd Webber zu berichten.  Der Musikverein erhielt für seine exzellenten Darbietungen vom Publikum begeisterten Beifall. Da Herr Falk noch einen weiteren Termin an diesem Abend hatte, wurde er von Wolfgang Öhler mit einer Flasche "Katzenbeisser" dankend verabschiedet.  Nach der Pause wurde das Licht schummrig und Herr Felchle, der sich inzwischen auf einem Ohrensessel mitten im Gerümpel des Müllplatzes niedergelassen hatte, führte die Zuschauer in die Welt der Jellicles ein. Beim Vorspiel blitzten überall Katzenaugen auf der Bühne auf. Nach und nach huschten die "Katzen" auf den originell und mit viel Liebe gestalteten Müllplatz und schon waren wir mitten drin. Der "Jellicle Song für Jellicle Cats" entführte in das Reich der Katzen mit ihren verschiedensten Charakteren.  Da gibt es "The Old Gumbie Cat" (Jeanette Zweig), die den lieben langen Tag nur döst und schläft wo es warm und gemütlich ist. Mal sitzt sie unter der Treppe, mal sitzt sie auf dem Stuhl, mal sitzt sie auf dem Fenstersims in der Sonne oder am warmen Ofen. Sie sitzt und sitzt und sitzt und sitzt - den ganzen Tag, das ist es, was eine Gumbie-Katze macht. Nur in der Nacht, wenn die Menschen schlafen, geht sie in den Keller und versucht den ungezogenen Mäusen Ordnung und Manieren beizubringen.  Der "Rum Tum Tugger" (Klaus Weindl) ist ein komischer Kauz, er will immer das, was er gerade nicht hat, ist undiszipliniert und tut was er will. Bietet man ihm einen Fasan an, will er lieber ein Moorhuhn, setzt man ihn auf eine Maus an, will er lieber eine Ratte, doch gibt man ihm eine Ratte, jagt er lieber eine Maus. Der Rum Tum Tugger ist ein komischer Kauz. Er ist äußerlich recht auffällig und von sich selber sehr überzeugt, mit seinem Hüftschwung macht er die weibliche Katzenwelt verrückt, doch er ist auch ein unglaublicher Langweiler.  Weiter geht es mit "Bustopher Jones(Gunther Reber), einem sehr beleibten und allseits beliebten, eleganten schwarzen Kater mit weißen Gamaschen. Kein Mäusejäger trägt so elegante Hosen und einen Frack. Er geht nicht in Pubs, sondern verkehrt vornehmlich in Klubs, man nennt ihn auch 'St.-James's-Street-Cat'. Seine Lieblingsbeschäftigung ist fressen, daher wiegt er auch schon 25 Pfund. Bustopher Jones ist zu allen höflich wenn er mal reinschaut und die Katzen sind sehr stolz, wenn er ihnen freundlich zunickt. Nun wird das Katzenoberhaupt, der ehrwürdige "Old Deuteronomy"(Wolfgang Öhler) besungen, er ist der älteste und weiseste der Jellicles. Er führte als Katze schon mehrere Leben und hat zwischenzeitlich sehr viele seiner Frauen vergraben. Seine zahlreichen Nachkommen gedeihen gut und das ganze Dorf ist stolz auf ihn in seinen alten Tagen. Alle Katzen respektieren und verehren ihn, er ist ein friedlicher und freundlicher Geselle.  "Grizabella, The Glamour Cat" (Sonja Lange) hat ein sehr hartes Leben hinter sich. Sie hat vor langer Zeit die Sippe verlassen, um in die weite Welt hinauszuziehen, dabei suchte sie mehr Glamour und ein besseres Leben, doch dann rutschte sie in die Gosse ab. Man dachte schon, sie wäre tot, weil man nichts mehr gehört hatte. Alt und müde und ziemlich abgerissen versucht Grizabella nun wieder in die Gemeinschaft heimzukehren, doch sie wird abgelehnt und weggestoßen. In "Memory", dem wohl bekanntesten Lied aus Cats, schwelgt Grizabella in Erinnerungen, sie lächelt und denkt an früher, an die guten Zeiten, als sie noch jung war, glücklich und schön. Ganz langsam nimmt eine Katze wieder Kontakt zu Grizabella auf, die traurig am Boden sitzt und sie wird endlich wieder in die Gemeinschaft aufgenommen.  Dann gibt es noch "Gus, The Theatre Cat(Martin Koppenhöfer), eigentlich heißt er Asparagus, aber das ist viel zu lang. Er ist schon sehr alt, sein Fell ist schäbig und er leidet an Schüttellähmung. Doch früher gehörte er zu den hübschesten Katzen, zu seinen Glanzzeiten war er bekannt als begnadeter Schauspieler, sein Name galt seinerzeit viel. Er geht gerne mit seinen Freunden in Klubs, dort erzählt er - wenn ein anderer bezahlt - von seinen Glanzzeiten und seiner großen Rolle als "Bösewicht Fireforefiddle" oder er spielt den unbeliebten Piraten-Kater in "Growltigers letzte Schlacht".  Zügig geht es weiter mit "Skimbleshanks", dem Eisenbahnkater (Julia Jochum). Er ist viel mit dem Nachtexpress unterwegs und sorgt dort allseits für Recht und Ordnung. Er hält den Schaffner auf Trapp, dass der Zug nicht zu spät kommt. Doch jetzt ist Skimbleshanks nicht da und alle suchen ihn, das Signal ist schon überfällig, die Passagiere sind außer sich, da kommt er angeschlendert, denn er hatte noch im Gepäckwaggon zu tun. Bei Skimble darf nichts schief gehen, er ist ein Perfektionist und achtet darauf, dass im Nachtexpress alles klar geht. Der Bösewicht schlechthin ist "Macavity(Andreas Jochum), ihn fürchten alle zu jeder Zeit, er beherrscht alle Tricks und macht vor keinem Gesetz halt. Sein Fell ist vernachlässigt und sein Schnurrbart ungekämmt. Macavity stellt Scotland Yard vor Rätsel, wann immer er ein Verbrechen begeht, er ist rechtzeitig weg, so kann man ihm nie etwas nachweisen. Gab es je schon eine Katze, die so falsch war und gewandt? Er ist der Inbegriff der Verworfenheit, immer hat er ein Alibi, manchmal sogar zwei. Man kann ihn überall sehen, doch wenn ein Verbrechen aufgedeckt wird, ist Macavity nicht da.  "Mr. Mistoffelees(Andrea Scheifele) ist ein Magier, der Meister aller Illusionen, von ihm können sogar die größten Zauberer noch etwas lernen. Er ist ruhig, klein und schwarz, er kommt durch den winzigsten Spalt und geht auf dem schmalsten Geländer. Er kennt sich aus mit Karten, Würfeln und mit vielem mehr. Niemals gab es eine Katze, die so klug war wie der Magier Mr. Mistoffelees. Den Abschluss bildet die Hymne "The Addressing of Cats" - wie spricht man eine Katze an? Es gibt verschiedene Katzen, sie sind ganz ähnlich wie du und ich. Wir haben sie kennen gelernt bei der Arbeit und beim Spiel, doch über den Namen erfährt man nicht viel. Verbeuge dich und zieh' deinen Hut und dann sprich sie an auf folgende Art: "Oh, Katze!" Doch bevor eine Katze so gnädig ist, dich als guten Freund zu behandeln, musst du kleine Beweise deiner Wertschätzung erbringen. Sie mag ein Schüsselchen Sahne, ein bisschen Kaviar oder auch Gänseleberpastete. Jede Katze hat ihren eigenen Geschmack und sie kann mit Recht erwarten, dass man ihr Achtung zollt, so ist es nun mal . . .  Vor den einzelnen Beiträgen stellte Bürgermeister Felchle jeweils kurz die "Katzen" bzw. die Liedinhalte vor, somit konnte sich das Publikum besser auf die verschiedenen Charaktere einstellen. Die Lieder wurden bekanntlich aus einem Musical rausgepickt und es gab keine weiteren Handlungen. Herr Felchle verstand es ausgezeichnet, die Texte treffend und überzeugend vorzutragen und er vermittelte eine lockere und gelöste Stimmung.  Die sehr gute musikalische Begleitung übernahmen Michael Koppenhöfer am Keyboard, Philip Kampe am Schlagzeug und Gerd Hautzinger an der Gitarre.  Die Choreographie, die die Stücke treffend unterstrich und aufwertete, wurde ausgedacht und einstudiert von Martin Koppenhöfer.  Alle Mitwirkenden erhielten einen riesigen Beifall und es wurden lautstark Zugaben gefordert. Wir sangen noch einmal "Rum Tum Tugger", dann "Skimbleshanks" und zum Abschluss "Memory".  Jeanette Zweig und Gunther Reber gestalteten gemeinsam die Verabschiedung. Als Dankeschön wurden noch einige Flaschen "Katzenbeisser"-Weine verteilt. Müde, aber zufrieden und glücklich gingen wir von der Bühne. Die zweite "Cats-Aufführung" zeigte, dass wir durchaus in der Lage waren, uns noch zu steigern und manches besser zu machen.  Unser Schmink-Team und die Stylisten waren wieder hervorragend und wir erhielten viel Lob und Anerkennung, ebenso für die Kostüme, die teilweise doch sehr aufwendig gefertigt wurden.  Michael Koppenhöfer trug selbstverständlich durch seine gelungenen Arrangements einen großen Teil dazu bei, dass "Best of Cats" auch Best wurde. Zusammen mit der musikalischen Begleitung wurden die Lieder abgerundet. Das i-Tüpfelchen verlieh Martin mit seiner Choreographie, die auch beim Publikum sehr gut ankam. Vor allem die Parts der Männer beim "Rum Tum Tugger" und "Mr. Mistoffelees", die artistischen Sprünge von Andreas Jochum, aber auch die Choreographie bei "Macavity" lockten Beifallsstürme hervor. 
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aktualisiert: 06.01.2018