"Best of CATS" - Aufführung vom 07.07.2002  in der Stadthalle Maulbronn
Am Sonntag, den 07.07.2002 fand das Konzert "Best of CATS" des Jungen Chors statt. Seit 10 Monaten probte der "Junge Chor" mit seinen Projektsängerinnen und -sängern 12 Lieder aus dem Musical "CATS" von Andrew Lloyd Webber. Es war unser bisher größtes und anstrengendstes Projekt.  Die von Michael Koppenhöfer arrangierten Lieder wurden auswendig (in englischer Sprache) gesungen, außerdem waren die meisten Songs durch eine Choreographie - ausgedacht und einstudiert von Martin Koppenhöfer - begleitet. Die Sängerinnen und Sänger hatten in den letzten Wochen mehr oder weniger aufwendig Kostüme gefertigt, die 9 Charakterkatzen waren besonders aufwendig herausgeputzt. Unermüdlich und immer tatkräftig, verbunden mit sehr viel Zeiteinsatz hat natürlich unsere Vorsitzende  Gretl Stange mitgewirkt und Ideen eingebracht, dass alles perfekt wurde.  Bereits am Freitag haben wir die Bühne dekoriert (unter der Leitung von Sabine Engel-Koch), der türkisfarbene Vorhang der Stadthalle wurde komplett mit schwarzem Stoff abgedeckt und auf der Bühne entstand langsam eine Hinterhof-Atmosphäre mit reichlich altem Gerümpel. Angefangen von einem alten Kinderwagen über Töpfe, Dosen, Kisten einer überdimensionalen, auf Pappkarton aufgemalten Waschmaschine und einem Herd war alles Mögliche und Unmögliche zu finden und natürlich fehlte auch der Mond nicht.  Nach einer gelungenen Generalprobe am Samstag sah man der Aufführung zuversichtlich entgegen. Am Sonntagnachmittag wurden alle "Katzen" geschminkt, gestylt und kostümiert.Zu Beginn der Veranstaltung waren alle Plätze besetzt und die Halle ausverkauft.  Nach der Begrüßung durch Gretl Stange spielte das Große Blasorchester des Musikvereins Maulbronn unter der Leitung von José Mali bekannt professionell Potpourris aus den Musicals "Cats", "Starlight Express", "Charles Chaplin" und "Phantom der Oper". Temperamentvoll und mit vollem Körpereinsatz führte José Mali seine hoch konzentrierten Musiker zu Höchstleistungen. Das Publikum belohnte diese exzellente Darbietung mit begeistertem Beifall.  Bürgermeister Andreas Felchle führte kurzweilig und harmonisch durch die Welt der Musicals und man merkte ihm deutlich an, dass er ein echter Musical-Fan ist.  In der anschließenden Pause wurden Getränke und belegte Brötchen angeboten, gleichzeitig wurde die Bühne für den Auftritt des Jungen Chors vorbereitet.  Die Fenster der Stadthalle und die Stadthalle selber wurden verdunkelt und die Bühne - ein Hinterhof mit Müllhalde - kamen zum Vorschein, der Scheinwerfer beleuchtete den Mond.  Die Aufführung: Überall blitzten Katzenaugen auf und nacheinander huschten auch die Katzen auf die Bühne und der "Jellicle Song für Jellicle Cats" entführte in das Reich der Katzen mit ihren verschiedensten Charakteren.  Da gibt es "The Old Gumbie Cat" (Jeanette Zweig), die den lieben langen Tag nur döst und schläft wo es warm und gemütlich ist. Mal sitzt sie unter der Treppe, mal sitzt sie auf dem Stuhl, mal sitzt sie auf dem Fenstersims in der Sonne, sie sitzt und sitzt und sitzt und sitzt- den ganzen Tag. Nur in der Nacht, wenn die Menschen schlafen, geht sie in den Keller und versucht den ungezogenen Mäusen Ordnung und Manieren beizubringen.  Der "Rum Tum Tugger" (Klaus Weindl) ist ein komischer Kauz, er will immer das, was er gerade nicht hat, ist undiszipliniert und tut was er will. Er ist äußerlich recht auffällig und von sich selber sehr überzeugt und macht mit seinem Hüftschwung die weibliche Katzenwelt verrückt, doch er ist auch ein unglaublicher Langweiler.  Weiter geht es mit "Bustopher Jones(Gunther Reber), einem sehr beleibten und allseits beliebten, eleganten schwarzen Kater mit weißen Gamaschen. Er verkehrt vornehmlich in Klubs, man nennt ihn auch 'St.-James's-Street-Cat'. Seine Lieblingsbeschäftigung ist fressen. Er ist zu allen höflich wenn er mal reinschaut und die Katzen sind stolz, wenn er ihnen freundlich zunickt. Nun wird das Katzenoberhaupt, der ehrwürdige "Old Deuteronomy" (Wolfgang Öhler) besungen, er ist der älteste und weiseste der Jellicles. Er führte als Katze schon mehrere Leben und hat zwischenzeitlich sehr viele seiner Frauen vergraben. Alle Katzen respektieren und verehren ihn, er ist ein friedlicher und freundlicher Geselle. "Grizabella, The Glamour Cat" (Sonja Lange) hat ein sehr hartes Leben hinter sich. Sie hat vor langer Zeit die Sippe verlassen, um in die weite Welt hinauszuziehen, dabei suchte sie mehr Glamour und ein besseres Leben, doch dann rutschte sie in die Gosse ab. Man dachte schon, sie wäre tot, weil man nichts mehr gehört hatte. Alt und müde und ziemlich abgerissen versucht Grizabella nun wieder in die Gemeinschaft heimzukehren, doch sie wird abgelehnt und weggestoßen. In "Memory", dem wohl bekanntesten Lied aus Cats, schwelgt Grizabella in Erinnerungen, sie lächelt und denkt an früher, an die guten Zeiten, als sie noch jung war, glücklich und schön. Ganz langsam nimmt eine Katze wieder Kontakt zu Grizabella auf, die traurig am Boden sitzt und sie wird endlich wieder in die Gemeinschaft aufgenommen.  Dann gibt es noch "Gus, The Theatre Cat" (Martin Koppenhöfer), eigentlich heißt er Asparagus, aber das ist viel zu lang. Er ist schon sehr alt, sein Fell ist schäbig und er leidet an Schüttellähmung. Doch früher gehörte er zu den hübschesten Katzen, zu seinen Glanzzeiten war er bekannt als begnadeter Schauspieler, sein Name galt seinerzeit viel. Er geht gerne mit seinen Freunden in Klubs, dort erzählt er - wenn ein anderer bezahlt - von seinen Glanzzeiten und seiner großen Rolle als "Bösewicht Fireforefiddle " oder er spielt den unbeliebten Piraten-Kater in "Growltigers letzte Schlacht". Zügig geht es weiter mit "Skimbleshanks", dem Eisenbahnkater (Julia Jochum). Er ist viel mit dem Nachtexpress unterwegs und sorgt dort für Recht und Ordnung. Er hält den Schaffner auf Trapp, dass der Zug nicht zu spät kommt. Doch jetzt ist Skimbleshanks nicht da und alle suchen ihn, das Signal ist schon überfällig, die Passagiere sind außer sich, da kommt er angeschlendert, denn er hatte noch im Gepäckwaggon zu tun. Bei Skimble darf nichts schief gehen, er ist ein Perfektionist und achtet darauf, dass im Nachtexpress alles klar geht. Der Bösewicht schlechthin ist "Macavity" (Andreas Jochum), ihn fürchten alle zu jeder Zeit, er beherrscht alle Tricks und macht vor keinem Gesetz halt. Wann immer er ein Verbrechen begeht, er ist rechtzeitig weg, so kann man ihm nie etwas nachweisen. Macavity ist falsch und gewandt, der Inbegriff von Verworfenheit. Immer hat er ein Alibi, manchmal sogar zwei. Man kann ihn überall sehen, doch wenn ein Verbrechen aufgedeckt wird, ist Macavity nicht da.  "Mr. Mistoffelees" (Andrea Scheifele) ist ein Magier, der Meister aller Illusionen, von ihm können sogar die größten Zauberer noch etwas lernen. Niemals gab es keine Katze, die so klug war wie er. Er ist ruhig, klein und schwarz und kommt durch den winzigsten Spalt, er kennt sich aus mit Karten und Würfeln und mit vielem mehr. Den Abschluss bildet die Hymne "The Addressing of Cats" - wie spricht man eine Katze an? Es gibt verschiedene Katzen, sie sind ganz ähnlich wie du und ich. Wir haben sie kennen gelernt bei der Arbeit und beim Spiel, doch über den Namen erfährt man nicht viel. Verbeuge dich und zieh' deinen Hut und dann sprich sie an auf folgende Art: "Oh, Katze!" Doch bevor eine Katze so gnädig ist, dich als guten Freund zu behandeln, musst du kleine Beweise deiner Wertschätzung erbringen. Sie mag ein Schüsselchen Sahne, ein bisschen Kaviar oder auch Gänseleber. Jede Katze hat ihren eigenen Geschmack. Eine Katze kann mit recht erwarten, dass man ihr Achtung zollt, so ist es nun mal. Vor den einzelnen Beiträgen stellte Bürgermeister Felchle jeweils kurz die "Katzen" bzw. die Liedinhalte vor. Die Lieder wurden ja aus einem Musical rausgepickt und es gab keine weiteren Handlungen, somit konnte sich das Publikum besser auf die Charaktere einstellen. Herr Felchle verstand es ausgezeichnet, die Texte treffend und überzeugend vorzutragen und er vermittelte eine lockere und gelöste Stimmung.  Die musikalische Begleitung übernahmen Michael Koppenhöfer am Keyboard, Philip Kampe am Schlagzeug und Manuel Becker an der Gitarre.  Alle Mitwirkenden erhielten einen riesigen Beifall und es wurden lautstark Zugaben gefordert, die mehrfach erfüllt wurden.  Das ganze "Cats-Projekt" war somit ein Riesenerfolg. Unser Schmink-Team und die Stylisten waren hervorragend und wir erhielten dafür viel Lob, ebenso für die Kostüme, die teilweise doch sehr aufwendig waren. Michael trug selbstverständlich durch die gelungenen Arrangements dazu bei, dass "Best of Cats" auch Best wurde. Zusammen mit der musikalischen Begleitung wurden die Lieder abgerundet. Das i-Tüpfelchen verlieh Martin mit seiner Choreographie, die auch beim Publikum sehr gut ankam. Vor allen die Parts der Männer beim "Rum Tum Tugger", "Mr. Mistoffelees" oder "Macavity" lockten Beifallsstürme hervor.  Großer Dank gebührt natürlich unserer Gretl Stange, die sich von Anfang bis zur Aufführung unermüdlich einsetzte. Nicht zu vergessen sind viele Sängerinnen und Sänger vom gemischten Chor sowie allen Helferinnen und Helfer im Hintergrund.  Jeder einzelne trug dazu bei, dass "Best of Cats" zum Erfolg wurde.  Am Ende der Veranstaltung wurde bekannt gegeben, dass der "Junge Chor" endlich einen Namen hat und zukünftig  heißt, dies wurde durch die Übergabe eines Schildes mit dem neuen Logo besiegelt.           zurück
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aktualisiert: 17.05.2018